Digitalisierung: Wichtiger denn je!

Die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig und vorteilhaft digitale Angebote sein können

Mit der beschlossenen Digitalisierungsstrategie hat der Gemeinderat viele wichtige Eckpunkte für eine zukunftsfähige Digitalisierung beschlossen. Jedoch steht vieles noch unter Finanzierungsvorbehalt.
Wir gehen davon aus, dass eine Priorisierung der Maßnahmen aufgrund der angespannten Haushaltslage nötig sein wird.

INSBESONDERE FOLGENDE AUFGABEN MÜSSEN JETZT ZÜGIG ANGEGANGEN WERDEN:

  • Die Digitalisierung der Stadtverwaltung: Antragsverfahren und Verwaltungsabläufe müssen digitalisiert werden. Das spart Zeit und mittelfristig Personalressourcen.

 

  • Ausbau digitaler Bürger*innenbeteiligung: Wir wollen, dass möglichst viele Bürger*innen sich unkompliziert an politischen Entscheidungen beteiligen können. Dies ist durch digitale Verfahren einfacher möglich, denn die Beteiligung ist so nicht mehr an einen Ort oder eine Veranstaltung gebunden, sondern kann bequem von Zuhause und zu jeder Tages- oder Nachtzeit durchgeführt werden.

 

  • Digitale Bildung fördern: Die Stadt muss Bürger*innen verstärkt die Möglichkeit geben, mehr über die digitale Transformation und ihre Folgen zu erleben, zu lernen und sich darüber auszutauschen. Ebenso wie die Chancen, müssen auch die Gefahren der Digitalisierung diskutiert werden. Insbesondere ältere Menschen müssen im Digitalisierungsprozess aktiv mitgenommen werden. Dafür braucht es Räume, Zeit und finanzielle Förderung.

 

  • Städtische Onlineangebote inklusiver gestalten – zum Beispiel mit leichter Sprache.

FOLGENDE MASSNAHMEN BERGEN HINGEGEN POTENTIAL FÜR EINSPARUNGEN:

  • Video-Dolmetschen für Soziale Arbeit: Das Vorhalten eines Video-Dolmetscher*innenpools ist sicherlich wünschenswert. Wir gehen aber davon aus, dass entsprechende Übersetzungsapps an Qualität zulegen, so dass mittelfristig auf ein kostenintensives Vorhalten des Pools verzichtet werden kann.

 

  • Digitalisierung von Schulen: Aktuell zeigt sich mehr denn je, wie wichtig die digitale Ausstattung von Schulen ist. Wir hoffen, dass dies nun auch vom Land prioritär angegangen wird. Es bedarf hier einheitlicher Lösungen, wir erwarten also Ansätze und Finanzierung von Bund und Land statt Einzellösungen verschiedener Kommunen.

 

  • Digitales Stadtarchiv: Aufgrund der doch eher kleinen Nutzer*innengruppe und aufgrund der noch unausgereiften Archivierungstechnik kann dieses Projekt geschoben werden.

 

  • Ausbau öffentliches WLAN: Laut einer Antwort auf unsere Anfrage erwartet die Stadt hier Kosten von 1,8 Mio. Euro für den Ausbau. Das muss deutlich günstiger gehen, um ein vernünftiges Nutzenverhältnis erzielen zu können. Beim Ausbau sollen insbesondere soziale Brennpunkte prioritär angegangen werden.

#freiburgvisionen

Dieses Konzept ist unser Vorschlag und Ansatz, um Freiburg zu verändern und voranzubringen. Gerne wollen wir dazu mit Euch in die Diskussion treten und freuen uns über Rückmeldung, Kritik, Support – oder was Euch sonst am Herzen liegt.

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