Kultur- und Kreativwirtschaft als Standortfaktor!

Freiburg ist keine klassische Industriestadt

Freiburgs Wohlstand ist untrennbar verknüpft mit seiner Attraktivität. Schon jetzt sind 10,6 Prozent der Freiburger Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft zuzuordnen und erzielen einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. In den letzten Jahren hat die Stadt bereits viele positive Entwicklungen angestoßen, um diesen Wirtschaftszweig zu stärken. Diese dürfen nun nicht durch eine Sparpolitik der Stadt gehemmt, sondern müssen gezielt ausgebaut werden.
Wissen, Kultur und Kreativität sind die Standortfaktoren der Zukunft – und hier hat Freiburg viel Potenzial. Wir wollen die Corona-Krise nutzen, um Freiburgs
Profil in diesen Bereichen gezielt zu stärken und auszubauen.

 

KULTURPOLITISCHE ZIELE:

  • Das kleine Haus des Freiburger Theaters soll die kommenden Jahre für 10 Millionen Euro saniert werden. Diese Sanierung würden wir gerne auf unbestimmte Zeit verschieben und die eingeplanten 10 Millionen in Freiburgs Pop- und Subkultur und Kultur- und Kreativwirtschaft reinvestieren.  Ebenfalls wollen wir damit mögliche Einsparungen an den bestehenden städtischen Förderungen der freien Kulturszene, wie Theatern, Chören oder Spielstätten vorbeugen.

 

  • Gleichzeitig sprechen wir uns aber dafür aus, im nächsten Doppelhaushalt keinen Zuschusserhöhungen von Kulturprojekten zuzustimmen, die nicht aus dem Bereich der Sub- und Popkultur kommen. Im Moment gibt es ein starkes Ungleichgewicht zwischen der Förderung von klassischer Kultur und der Förderung von Sub- und Popkultur. Hier wollen wir gezielt gegensteuern.

 

  • Wir wollen ein Unterstützungsprogramm für Kultureinrichtungen beim Ausbau barrierefreier Zugänge und Angebote. Zudem Förderung für Gebärdedolmetschen bei Veranstaltungen.

STÄRKUNG DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT:

  • Freiburg braucht ein stadtweites Gesamtkonzept zur Förderung der Kreativ- und Kulturwirtschaft, das noch dieses Jahr erarbeitet werden sollte.

 

  • Eine große, stadtweite Potentialanalyse für mögliche Flächen für die Kultur- und Kreativwirtschaft, wie zum Beispiel die Stadthalle oder das Quartier im Schildacker.

 

  • Schaffung eines Referats für Startup-Ökonomie und Kultur- und Kreativwirtschaft analog zum Referat für bezahlbares Wohnen, welches Synergieeffekte in der Stadtverwaltung und FWTM* bündelt und ausgestattet mit einem festen Budget Projekte vorantreiben kann.

 

  • Ausbau des Popsupports bei der FWTM*

 

  • Schaffung einer Stelle für Zwischennutzungskonzepte. Zum Beispiel für kurzzeitig leerstehende Ladenflächen, Gebäude oder Lagerhallen können durch städtische Vermittlung zu Ausstellungs- oder Veranstaltungsräumen umfunktioniert werden.

 

  • Aufbau eines Gründer*innen-Topfes für Kultur- und Nachtgastronomie. Wer in Freiburg einen Club oder eine Nachtgastronomie mit regelmäßigem Kulturprogramm eröffnen will, bekommt von der Stadt ein zinsloses Darlehen zur Unterstützung in den ersten Jahren des Betriebes.

Jeden Euro, den wir jetzt in die beiden Bereiche investieren, sichert nachhaltig den Wohlstand Freiburgs auch für künftige
Generationen.

* FWTM:
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. Stadteigene Tochtergesellschaft, die sich im Auftrag der Stadt um Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und die Verwaltung der Messe kümmert.

#freiburgvisionen

Dieses Konzept ist unser Vorschlag und Ansatz, um Freiburg zu verändern und voranzubringen. Gerne wollen wir dazu mit Euch in die Diskussion treten und freuen uns über Rückmeldung, Kritik, Support – oder was Euch sonst am Herzen liegt.

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